Der Walter Mossmann-Preis
wm preis allgemein
Der Walter Mossmann-Preis soll an Menschen vergeben werden, die sich über ihr kulturelles Engagement – wo und in welcher Form auch immer – mit Courage für eine Gesellschaft einsetzen, in der Solidarität und Gerechtigkeit die Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens bestimmen.
Wir verstehen den Walter Mossmann-Preis dabei ganz ausdrücklich als Freiburger Kulturpreis, der unter anderem würdigt, dass Walter Mossmann ab den frühen 1970er-Jahren zahlreiche und bedeutende Beiträge zu einer Kultur geleistet hat, die die Freiburger Stadtgesellschaft bis heute maßgeblich mitbestimmt. Einer politischen Kultur, in der Weltoffenheit und das Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten genauso integrale Bestandteile sind, wie Vielfalt und ein verantwortlicher Umgang mit Ressourcen.
Vergeben wird der Walter Mossmann-Preis alle zwei Jahre und immer am 1. Mai oder um den 1. Mai herum. Die erste Vergabe war 2024.
Zu Ehren des Brückenbauers Walter Mossmann eine Leonardo-Brücke, Idee und Umsetzung Andreas Hagedorn und Christiane Möller, Materialien: Kirsche vom Kaiserstuhl, Rüster, (aussterbende) Ulmen-Art aus dem Taubergießen, Eiche und Buche aus dem Elsass und der Rheinebene. Trägerplatte: Brett vom 1975 besetzten AKW-Bauplatz in Kaiseraugst, Schweiz, das die WMG als Spende erhalten hatte. Auch Andreas Hagedorn und Christiane Möller haben ihren Arbeitsaufwand für die Herstellung der Preisskulpturen als Spende eingebracht. Herzlichen Dank.
Preisverleihung 2026
Anastasiia Kosodii wird mit dem Walter Mossmann Preis 2026 ausgezeichnet
Die 2023 gegründete Walter Mossmann Gesellschaft e.V verleiht zweijährlich den Walter Mossmann Preis. Nach der Premiere der Preisvergabe 2024 geht er 2026 nun an die ukrainische Dramatikerin Anastasiia Kosodii. Das hat das siebenköpfige Kuratorium der Walter Mossmann Gesellschaft, das als Jury über die Preisvergabe entscheidet, auf seiner Klausurtagung im Januar am Ende einstimmig entschieden. Die 1991 in Saporischja geborene Anastasiia Kosodii lebt mittlerweile in Kiew und Berlin, ihre Stücke werden über die Grenzen der Ukraine hinaus in ganz Europa aufgeführt. „Sie gehört zu den Autor:innen, die den Krieg in der Ukraine schon lange vor dem russischen Angriff zum Thema ihrer Arbeit gemacht haben“, heißt es in der Begründung der Jury zur Preisvergabe. „In einer Welt, die sich an den Krieg und an die steigenden Opferzahlen zu gewöhnen scheint“, wird dort an anderer Stelle gesagt, gelinge es Anastasiia Kosodii, „Unfassbares zum Klingen zu bringen.“ Die Begründung der Jury aufgeschrieben hat übrigens die Dramatikerin Theresia Walser, die mit im Kuratorium zur Preisvergabe saß. Sie wird diesen Text bei der Verleihung des Preises am 29. April im Freiburger E-Werk vortragen – und wir ihn dann in voller Länge auf walter-mossmann-gesellschaft.de veröffentlichen.
Rückblick auf die Preisverleihung 2024
Die Walter Mossmann Gesellschaft konnte – mit Unterstützung der Stadt Freiburg – am 1. Mai 2024 erstmals den Walter Mossmann-Preis vergeben. Die Wahl des siebenköpfigen Kuratoriums fiel auf SOPHIE SUMBURANE, Autorin und Aktivistin, Potsdam und SOOKEE, politische Musikerin, Berlin. Die Preisverleihung fand im Historischen Kaufhaus der Stadt Freiburg statt.
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