Die 2023 gegründete Walter Mossmann Gesellschaft will an einen wichtigen Protagonisten der Neuen Sozialen Bewegungen im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts erinnern und - wie es in der Präambel ihrer Satzung heißt - „vergegenwärtigen und zu dem ermutigen, was das Wirken von Walter Mossmann im Kern bestimmt hat: auf der Basis einer bedingungslosen Humanität durch zivilgesellschaftliches Engagement für Solidarität und Gerechtigkeit einzutreten.“
Erreicht werden soll das durch regelmäßige kulturpolitische Veranstaltungen in Kooperationen mit Initiativen, Vereinen und Institutionen und über die im zweijährlichen Rhythmus erfolgende Vergabe des Walter Mossmann Preises. Dieser Preis versteht sich ausdrücklich als Freiburger Kulturpreis, der unter anderem würdigt, dass Walter Mossmann ab den frühen 1970er-Jahren wichtige und vielfältige Beiträge zu einer Kultur geleistet hat, die die Freiburger Stadtgesellschaft bis heute bestimmt. Einer politischen Kultur in der Weltoffenheit und das Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten genauso integrale Bestandteile sind wie Vielfalt und ein verantwortlicher Umgang mit Ressourcen.
Anastasiia Kosodii wird mit dem Walter Mossmann Preis 2026 ausgezeichnet
Anastasiia Kosodii wird mit dem Walter Mossmann Preis 2026 ausgezeichnet
Nach der Premiere der Preisvergabe 2024 geht er 2026 nun an die ukrainische Dramatikerin Anastasiia Kosodii. Die 1991 in Saporischja geborene Anastasiia Kosodii lebt mittlerweile in Kiew und Berlin, ihre Stücke werden über die Grenzen der Ukraine hinaus in ganz Europa aufgeführt. „Sie gehört zu den Autor:innen, die den Krieg in der Ukraine schon lange vor dem russischen Angriff zum Thema ihrer Arbeit gemacht haben“, heißt es in der Begründung der Jury zur Preisvergabe. „In einer Welt, die sich an den Krieg und an die steigenden Opferzahlen zu gewöhnen scheint, gelingt es ihr, Unfassbares zum Klingen zu bringen.“ schreibt die Dramatikerin Theresia Walser, die dem Kuratorium angehört.
Veranstaltungen
Verleihung des Walter Mossmann-Preises 2026 am 29. April im Freiburger E-Werk
Die Auszeichnung der ukrainischen Dramatikerin Anastasiia Kosodii mit dem Walter Mossmann-Preis 2026 findet am Mittwoch, 29. April um 19:30 Uhr in Anwesenheit der Preisträgerin im Freiburger E-Werk statt. Die Laudatio auf die Preisträgerin hält Sasha Marianna Salzmann. Theresia Walser wird die Entscheidung der Jury für Anastasiia Kosodii begründen. Musikalisch wird der Abend von Bernadette La Hengst sowie von Michael Kiedaisch und Felix Borel gestaltet. Janna Horstmann und Anna Stieblich werden aus Texten der Preisträgerin lesen. Den Abend moderieren wird Julia Wissert, die Intendantin Schauspiel am Theater Dortmund.
Crowdfunding für den Walter Mossmann Preis 2026
Die ehrenamtlich arbeitende Walter Mossmann Gesellschaft e. V. startet eine Crowdfunding-Kampagne auf „startnext.com“ zur Finanzierung der kommenden Walter Mossmann-Preisverleihung. Damit diese Auszeichnung auch 2026 kostendeckend vergeben werden kann, ist die Unterstützung vieler notwendig. Das Crowdfunding hilft, Organisation, Preisgeld und Rahmenprogramm der Verleihung zu ermöglichen. Jeder Beitrag stärkt eine Kultur des Widerspruchs, der Menschlichkeit und der politischen Einmischung. Als Unterstützer:in werdet ihr Teil eines Netzwerks, das kritisches Denken und Engagement sichtbar macht. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen gegen Gleichgültigkeit und für eine lebendige Demokratie. Jetzt auf „Startnext“ die Walter Mossmann-Preisverleihung unterstützen und ein kleines Dankeschön erhalten. Hier.