Die 2023 gegründete Walter Mossmann Gesellschaft will an einen wichtigen Protagonisten der Neuen Sozialen Bewegungen im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts erinnern und - wie es in der Präambel ihrer Satzung heißt - „vergegenwärtigen und zu dem ermutigen, was das Wirken von Walter Mossmann im Kern bestimmt hat: auf der Basis einer bedingungslosen Humanität durch zivilgesellschaftliches Engagement für Solidarität und Gerechtigkeit einzutreten.“
Erreicht werden soll das durch regelmäßige kulturpolitische Veranstaltungen in Kooperationen mit Initiativen, Vereinen und Institutionen und über die im zweijährlichen Rhythmus erfolgende Vergabe des Walter Mossmann Preises. Dieser Preis versteht sich ausdrücklich als Freiburger Kulturpreis, der unter anderem würdigt, dass Walter Mossmann ab den frühen 1970er-Jahren wichtige und vielfältige Beiträge zu einer Kultur geleistet hat, die die Freiburger Stadtgesellschaft bis heute bestimmt. Einer politischen Kultur in der Weltoffenheit und das Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten genauso integrale Bestandteile sind wie Vielfalt und ein verantwortlicher Umgang mit Ressourcen.
Wunderbare Veranstaltung zur Preiverleihung
Puh, es ist geschafft. In einer tollen, teilweise tief berührenden Veranstaltung haben wir am 29. April vor rund 250 Besucherinnen und Besuchern im E-Werk in Freiburg zum zweiten Mal nach 2024 den Walter Mossmann-Preis verliehen. Er ging, wie ihr wisst, an die ukrainische Dramatikerin und Regisseurin Anastasiia Kosododii. Überreicht wurde die Leonardo-Brücke aus Hölzern der Region, die für den Preis steht, vom WMG-Vorstand Jürgen Eick, den Abend moderierte der Vorsitzende des Vorstands Didi Danquart zusammen mit Bernadette La Hengst, die zudem zwei Lieder von Walter Mossmann interpretierte. Die Schauspielerinnen Janna Horstmann und Anna Stieblich verschafften mit ihrer Lesung eine eindrückliche Vorstellung von den Texten der Preisträgerin, während Theresia Walser die Entscheidung der Jury begründete. Die bewegende Laudatio auf die Preisträgerin hielt dann der*die nichtbinäre Autor*in und Dramatiker*in Sasha Marianna Salzmann, während Freiburgs neue Kulturbürgermeister Roland Meder und die leitende Dramaturgin Schauspiel vom Theater Freiburg den Preis und die Preisträgerin in ihren Grußworten würdigten.
Über all das werde wir euch in den kommenden Tagen noch ausführlicher und vor allem auch mit Fotos informieren – gestattet uns aber bitte, dass wir davor mal kurz Luft holen.
Euer Vorstand der Walter Mossmann Gesellschaft,
Didi Danquart, Jürgen Eick, Heinrich Breit